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TU Berlin

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Folgen Sie dem roten Faden unserer strickenden Roboter!

© David Ausserhofer

Es kam einem Erdbeben gleich, damals, am 11. Mai 1997, als der amtierende Schachweltmeister Garri Kasparow gegen den IBM-Computer Deep Blue verlor. Kasparow war gegen die Maschine angetreten, um „die Ehre der Menschheit zur retten“. Künstliche Intelligenz hatte einen Sieg davongetragen. Doch der Mensch, erfinderisch und gewieft, wie er nun einmal ist, hat aus der Niederlage von damals eine Tugend von heute gemacht. Er nutzt die Künstliche Intelligenz für sich und ist dabei, sie in vielen Bereichen anzuwenden – sei es in der Medizin, im Verkehr oder in der industriellen Produktion, und in der mobilen Kommunikation sowieso. Mit welchen Fragen sich Wissenschaftler*innen der TU Berlin auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz beschäftigen und woran sie forschen, davon können Sie sich während er Langen Nacht der Wissenschaften einen lebendigen Eindruck verschaffen: Im Haus der Ideen/TU-Hauptgebäude zum Beispiel berichten Forscher darüber, dass es ihnen gelungen ist, mittels eines Algorithmus, „zu sehen, was man gerade denkt“. Im Haus des vernetzten Lebens erleben Sie, wie weit Künstliche Intelligenz bereits in unser Leben vorgedrungen ist. Ein virtueller Bürger-Service-Assistent gibt auf der Grundlage von Künstlicher Intelligenz Auskünfte zu Berliner Verwaltungsangelegenheiten. Mit einem speziell für Jugendliche entwickelten Chatbot können Sie herausfinden, ob Computer wirklich denken. Und ob Ihr Smartphone anhand von Nutzungsstatistiken Ihre Persönlichkeit vorhersagen kann, das erfahren Sie auch. Im Haus des Lernens treffen Sie auf Roboter, die Rätsel lösen, und auf Wissenschaftler*innen, die daran forschen, das Wohlbefinden von Mäusen zu erkennen.

Aber noch ein anderes K-Wort spielt während der Langen Nacht eine große Rolle an unserer Universität: Klimawandel. Wir haben für Sie um die 30 Projekte mit einem kleinen Baum gekennzeichnet. Es sind alles Projekte, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen – sei es unter dem Aspekt der Energiewende, der CO2-Reduzierung oder der Herstellung von sogenanntem Bioplastik mit Hilfe von Bakterien. Auf dem 1. Nachhaltigkeitsmarkt, organisiert von TU-Studierenden, können Sie sich über neue Anbaukonzepte für Kräuter, über eine Roofwaterfarm und eine biovegane solidarische Landwirtschaft schlaumachen und erfahren, was es mit dem „essbaren Campus“ auf sich hat.

Folgen Sie dem roten Faden unserer strickenden Roboter. Er führt Sie durch die Nacht zu 25 Häusern mit spannenden Experimenten, interessanten Vorträgen und überraschenden Mitmachangeboten. Natürlich öffnet auch unser beliebter Kindercampus wieder seine Tore, eine Stunde vor Mitternacht beginnt unser großer Science Slam im Audimax, und auf dem Vorplatz des Hauses der Ideen/TU-Hauptgebäude können Sie mit Streetfood aus aller Welt die Lange Nacht der Wissenschaften auch auf diese Weise genießen.

Viel Spaß wünscht Ihnen

Ihr Christian Thomsen

Präsident der TU Berlin